Freiarbeit

Die Montessori-Pädagogik findet ihre Umsetzung in der Freiarbeit.

Die Freiarbeit findet in der Regel in den Stunden vor der Hofpause statt. Die Kinder kommen morgens in die Klasse und holen sich ihre Arbeit aus der vorbereiteten Umgebung.

Dabei hat das Kind

  • die freie Wahl der Arbeit: es wählt aus, was es arbeitet
  • die freie Wahl des Partners: es wählt aus, mit wem es arbeitet
  • die freie Wahl des Arbeitsplatzes: es wählt aus, wo es arbeitet
  • die freie Wahl der Arbeitszeit: es wählt aus, wie oft es diese Arbeit tut

 

Montessori beobachtete bei Kindern, die nach diesen Prinzipien lernen, oft eine tiefe Konzentration der Aufmerksamkeit bei den von ihnen freiwillig gewählten Tätigkeiten. Diese sogenannte "Polarisation der Aufmerksamkeit" hat zur Folge, dass das Kind zur Ruhe kommt, sich ordnen kann und gestärkt aus der Arbeit hervorgeht.

Diese Freiheit ist dann möglich, wenn das Kind verantwortlich damit umgehen kann, d.h. die Regeln beachtet, die in der Klassengemeinschaft gelten:

  • Bevor ich mit der Freiarbeit beginne, richte ich meinen Platz.
  • Ich rede im Flüsterton.
  • Ich gehe sorgfältig mit unseren Materialien um.
  • Ich störe niemanden bei seiner Arbeit.
  • Wenn ich arbeite, bin ich still.
  • Fertige Arbeiten gebe ich ab.
  • Ich gehe achtsam mit den Arbeiten anderer um.
  • Wenn ich eine Arbeit beendet habe, räume ich das Material an seinen Platz zurück.
  • Ich beende angefangene Arbeiten.
  • Wenn die Freiarbeit zu Ende ist, räume ich meinen Platz auf.

Gemäß Montessoris Leitsatz "Hilf mir, es selbst zu tun!" unterstützt die Lehrerin die Kinder auf diesem Weg.