Jahrgangsmischung

Ein Prinzip der Montessori-Pädagogik ist das Lernen in altersgemischten Gruppen, die ein besonders geeignetes Fundament für soziales Lernen bieten.

 

Durch das gemeinsame Arbeiten in einer altersgemischten Klasse wird das kindliche Lernen erleichtert, indem Kinder, die in ihrer Denk- und Mitteilungsweise näher beieinander sind, sich gegenseitig helfen. Die jüngeren Kinder sehen das Verhalten und die Arbeiten der älteren Kinder und können sich daran orientieren. Die Eingewöhnungsphase in den Schulalltag gelingt schneller und problemloser, da die älteren Paten sie begleiten und unterstützen. Die älteren Kinder vervollkommnen ihr Wissen dadurch, dass sie anderen beim Lernen helfen. Sie müssen ihren Wissensschatz so ordnen und umarbeiten, dass sie ihn verständlich mitteilen können. Eigene Unklarheiten werden deutlich und zwingen zuerst zur Klärung. Aus der gegenseitigen Hilfe bei schulischen Arbeiten und Aufgaben erwachsen Achtung der Kinder voreinander, Interesse aneinander, Verantwortung und Selbstbewußtsein.

An der Stephansschule werden in jeder Montessoriklasse zwei verschiedene Jahrgänge gemeinsam unterrichtet.

Kommt ein Kind in die 1. Klasse, ist es mit Drittklässlern zusammen. Jedes Erstklasskind bekommt ein Drittklasskind als Paten. Im nächsten Schuljahr werden diese Kinder zu Zweitklässlern und Viertklässlern. Im darauffolgenden Schuljahr verlassen die Viertklässler die Grundschule, die Zweitklässler sind Drittklässler geworden und neue Erstklässler werden in diese Klasse aufgenommen.

Jedes Kind bleibt alle vier Grundschuljahre bei einer Klassenlehrerin. Alle zwei Jahre wechselt die Gruppenzusammensetzung.

In der 1. und 2. Klasse befinden sich die Kinder in der Rolle der "Kleinen". Ab der 3. Klasse wechseln sie dann in die Rolle der "Großen".