vorbereitete Umgebung


 

Selbstorganisiertes und eigenverantwortliches Lernen ist nur in einem geeigneten Umfeld möglich. Maria Montessori prägte dafür den Begriff der "vorbereiteten Umgebung". Damit Kinder frei arbeiten können, müssen sie Materialien, Medien und Handwerkszeug geordnet an einem festen Platz vorfinden.

Mit Materialien muss sorgsam und sachgerecht umgegangen werden. Alle Sachen, die zur Arbeit notwendig waren, müssen wieder an ihren Platz zurück geräumt werden. Zum Gebot einer sozialen Erziehung gehört, dass sich alle daran halten. So stehen die Materialien auch wieder allen zur Verfügung.

Die äußere Ordnung ermöglicht den Aufbau einer inneren Ordnung.

Zur vorbereiteten Umgebung gehören

  • die Ordnung des Raumes in Bereiche, die nach Fachgebieten und Schwierigkeitsgrad gegliedert sind.
  • der Raum als Orientierung für das Kind – Was kann ich tun? Wie geht es weiter?
  • der Raum als Ort, an dem ich gerne bin, weil er schön ist, weil er zu mir passt.
  • die Flexibilität: ich kann mir meinen Arbeitsbereich selber einrichten mit den Materialien, die ich zum Lernen brauche.
  • die Montessorimaterialien: Montessori beschreibt sie als materialisierte Abstraktionen. Sie werden im allgemeinen von der Lehrerin eingeführt. Anschließend arbeitet das Kind selbstständig damit weiter. Die Materialien regen die unterschiedlichen Interessen der Kinder an und ermöglichen die "Polarisation der Aufmerksamkeit". Montessori spricht von „der Stimme der Dinge“. Sie ermöglichen handelndes Lernen und enthalten eine Selbstkontrolle.
  • die Lehrerin: Sie hält sich im Hintergrund, berät und hilft bei Bedarf. Sie pflegt die Materialien, achtet auf Vollständigkeit und den sachgemäßen Umgang damit.